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Ressourcenknappheit, Klimawandel und Ökologischer Fußabdruck

© Jam / PIXELIO

 

An den Grenzen unserer Welt. Unser Lebensstil – eine Gefahr für den Planeten?

 

Natürliche Ressourcen (Wasser, Boden, Luft, Rohstoffe, Artenvielfalt) sind die Lebensgrundlage auf unserem Planeten. Der wachsende Konsum und damit Verbrauch dieser Ressourcen bringt die Erde jedoch an den Rand ihrer Tragfähigkeit.

 

Die Ressourcenfrage ist auch zugleich eine Gerechtigkeitsfrage: Es ist klar, dass der westliche Lebensstil nicht ausdehnbar ist auf alle Menschen, da viele Ressourcen bereits jetzt knapp sind. Die Frage ist daher auch, wer die knappen Ressourcen nützen darf: wird beispielsweise Boden für den Anbau für Nahrung oder für Treibstoffe verwendet?

 

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts wurden ca. 60% der weltweiten Ökosysteme geschädigt oder übernutzt: Abholzung der Wälder, Rückgang der Fischbestände, Wasserknappheit, Verschmutzung von Böden und Wasser, Verlust der Biodiversität sind die Folgen

 

Geht uns der Planet aus?

Neben der Ressourcenknappheit ergibt sich ein weiteres Problem aus unserer Lebensweise: Die abnehmende Fähigkeit der Erde, die Folgen unserer wirtschaftlichen Aktivitäten aufzufangen. Die Erde kann den Abfall (CO2, Plastik etc.) nicht schnell genug wieder aufnehmen und verwerten (in Ozeanen, der Vegetation oder mineralischen Verbindungen).

 

Der Klimawandel gehört zu diesem Problemaspekt. Verursacht durch die Anreicherung von Treibhausgasen in der Atmosphäre, wird er durch menschliche Aktivitäten (Verbrennen fossiler Brennstoffe, Abholzung von Wäldern), beschleunigt. Die Fähigkeit der Atmosphäre, die Treibhausgasemissionen aufzunehmen, schwindet.

 

 

 

Dein Ökologischer Fußabdruck

Wie viel Erde benötigt der Lebensstil eines Menschen? Der Ökologische Fußabdruck zählt die Ressourcen, die wir für den Alltag verbrauchen, und zeigt auf, wie viel Fläche und CO2 benötigt wird, um all die Energie und Rohstoffe dafür zur Verfügung zu stellen. Der Ökologische Fußabdruck ist nicht nur für Einzelpersonen berechenbar, sondern auch für Nationen. Das Ergebnis für Deutschland: Der deutsche Fußabdruck ist 5,09 Hektar groß. Der gerechte Ökologische Fußabdruck läge jedoch bei 1,9 Hektar.

Der Ökologische Fußabdruck ist auch ein Gerechtigkeitsindikator, denn er basiert auf der Grundannahme, dass allen Menschen gleich viel zur Verfügung steht. Dazu wird die Kapazität der Erde unter allen Menschen aufgeteilt.

Hier kannst Du Deinen persönlichen Fußabdruck berechnen:

http://www.footprint-deutschland.de/

 

Der Ökologische Rucksack

Das Konzept des ökologischen Rucksacks berücksichtigt die Menge an Ressourcen, die für Herstellung, Transport, Gebrauch und Entsorgung eines Produkts verbraucht werden. Ein Mobiltelefon wiegt ein paar Hundert Gramm. Sein ökologischer Rucksack ist jedoch 28 kg schwer. Ein Laptop hat ein Gewicht von ca. 2 kg, sein ökologischer Rucksack wiegt ganze 745 kg.

Weitere Produktbeispiele:  http://www.nabu.de/themen/konsumressourcenmuell/waskannichtun/oekorucksack/

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Bildquelle Titelgraphik: Thorben Wengert - Fotolia.com