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Agrar Koordination
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Kleidung

© siepmannH / PIXELIO

 

Der Konsum:

 

Wir sind Weltmeister im Klamottenverbrauch. JedeR Deutsche kauft im Durchschnitt zwischen 40-70 Kleidungsstücke pro Jahr – damit sind wir gemeinsam mit den USA und der Schweiz an der Weltspitze.

 

Das Problem:

 

Vom Baumwollfeld bis in den Kleiderschrank - Eine Reise um die Welt

 

Los geht’s mit der Baumwollproduktion: Der Anbau von Baumwolle ist mit Problemen für Umwelt und Gesundheit verbunden. Baumwollpflanzen benötigen sehr viel Wasser, wodurch Flüsse und Seen in den Anbaugebieten versiegen Zudem werden auf den Baumwollplantagen enorme Mengen an Düngemitteln und Pestiziden verwendet. Das verseucht Grundwasser und Böden und macht PlantagenarbeiterInnen krank.

 

Vom Anbauland wird die Baumwolle dann zum Verspinnen, von dort in ein weiteres Land zum Färben und anschließend weiter zum Nähen verschickt. Diese Arbeiten werden vor allem in Asien, aber auch Lateinamerika, ausgeführt – in Ländern mit billigen Löhnen und laxen Arbeitsschutzbestimmungen. Die Abwässer und Chemikalien der Färbereien vergiften Mensch und Natur. Die NäherInnen in den Fabriken arbeiten bis zu 16 Stunden am Tag für Hungerlöhne und ohne soziale Absicherung.

 

Von den Fertigungsländern werden die T-Shirts oder Jeans schließlich nach Deutschland transportiert, wo sie zu Schnäppchenpreisen verkauft werden. Auch teure Marken garantieren keine faire Entlohnung oder ökologische Produktion

 

Von einer Jeans, die 50 Euro kostet, fließen lediglich 7 Euro zur Jeans-Fabrik (für Materialkosten, Miete, Maschinen, Gewinn und Löhne für die ArbeiterInnen). Die Lohnkosten machen gerade einmal 1% des Preises aus.

Quelle: Clean Clothes Campaign

 

 

Was tun?

 

-          Trag Deine Klamotten länger und frag dich beim Shoppen, ob du das T-Shirt wirklich brauchst oder ob es nach ein paar Mal Tragen sowieso schon wieder out ist

-          Deck Dich mit Klamotten vom Flohmarkt oder Secondhand Laden ein– dort gibt es häufig ausgefallene Teile, die nicht JedeR Zweite auch trägt

-          Organisiere mit Deinen FreundInnen eine Kleidertausch Party – das macht garantiert Spaß und Ihr schont finanzielle und ökologische Ressourcen

-          Kauf Klamotten aus Biobaumwolle und Fairem Handel

-          Erkundige Dich bei den Kleidungsherstellern nach den Produktionsbedingungen

 

 

Weitere Infos: www.saubere-kleidung.de

 

 

 

 

 

 

 

 


Bildquelle Titelgraphik: Thorben Wengert - Fotolia.com