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Handys

© Harald Wanetschka / PIXELIO

 

Der Konsum:

 

Auf 100 Jugendliche kommen 109 Handyverträge. Es gibt in Deutschland ca. 114 Millionen Mobilfunkanschlüsse. Inzwischen werden mehr Smartphones als „normale“ Handys verkauft, wobei deren Ressourcenverbrauch dreimal höher ist als der eines herkömmlichen Handys. Durchschnittlich wird ein Mobiltelefon nur ca. ein Jahr benützt – denn ständig kommen neue Produkte und Angebote auf den Markt.

 

 

 

Das Problem:

 

Rohstoffförderung: In Handys sind Rohstoffe enthalten, die unter sehr gefährlichen Arbeitsbedingungen gefördert werden und deren Abbau zu starken Umweltbelastungen führt. Für die Menge von 0,034 Gramm Gold, die für die Herstellung eines Handys benötigt wird, entstehen 100 kg Abraum, der häufig giftige Stoffe (z.B. Quecksilber) enthält.

Das „Blutmineral“ Tantal, welches aus dem Erz Coltan gewonnen wird, ist ebenfalls Bestandteil von Handys. 80% des Coltans liegen im Kongo, wo der Bürgerkrieg durch dessen Verkauf mitfinanziert wird.

 

Arbeitsbedingungen: Ein Handy besteht aus vielen Kleinteilen. Die Zulieferer und Produktionsstätten sind über den Erdball verteilt. Immer wieder kommt es zu Berichten über Kinderarbeit und sklavenähnliche Arbeitsbedingungen in den Fabriken.

 

Entsorgung: Jährlich landen in Europa 100 Millionen Handys auf dem Müll. Dabei könnten viele der darin enthaltenen kostbaren Materialien wiederverwendet werden. Die Geräte enthalten zudem gefährliche Stoffe, wie Quecksilber, Blei, Arsen und Cadmium. Pro Jahr entstehen weltweit 20 bis 50 Millionen Tonnen Elektroschrott aus Handys. Damit wird ein gefährlicher und zum Teil illegaler Handel betrieben. In Ghana oder Indien werden die kaputten Teile häufig unsachgemäß und auf Kosten von Gesundheit und Umwelt auseinandergenommen.

 

 

Was tun?

 

-          Handys länger benützen, auch wenn schon ein neueres Modell auf dem Markt ist – das schont Umwelt, Ressourcen und den Geldbeutel

-          Funktioniert das Handy noch, verschenke es! Dann kann es von FreundInnen oder gemeinnützigen Einrichtungen weiterverwendet werden.

-          Kaputte Handys nicht einfach wegwerfen: Bei vielen Netzbetreibern kann man das alte Handy im Laden zurückgeben oder gib es bei der kommunalen Wertstoffsammlung ab.

-          Erkundige Dich bei Deinem Mobilfunkanbieter nach fair und nachhaltig hergestellten Handys. So kannst Du Druck aufbauen. Bislang gibt es nämlich noch keine fairen Handys!!

 

 Weitere Infos gibt es bei makeIT fair:

www.germanwatch.org/de/thema/unternehmensverantwortung/projekt-makeitfair

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Bildquelle Titelgraphik: Thorben Wengert - Fotolia.com